Geboren und aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Norddeutschland, war ich schon immer sehr mit der Natur und den Pflanzen verbunden. Ich war viel draußen unterwegs, mit meiner Oma im Garten und hatte ein kleines Stück Garten, wo ich ausprobieren durfte. Naturerinnerungen sind untrennbar mit meiner Kindheit verbunden: der intensive Geschmack und Duft von warmen, frisch geernteten Erdbeeren, der Wald beim Pilze sammeln, das Klettern in Bäumen. Ich liebte es, auf der Wiese bunte Sträuße zu pflücken und war dabei ganz versunken in meiner Welt, redete mit den Blumen.
Ich fühlte mich allerdings auch schon immer irgendwie 'anders'. Nicht ganz dazugehörig. Das Gefühl verstärkte sich durch ein traumatisches Erlebnis im Alter von 14 Jahren. Der plötzliche Tod meines Vaters. Dies warf mich völlig aus der Bahn und stellte meine Welt wie ich sie kannte auf den Kopf. ein totaler Kontrollverlust, den ich da erlebte. Ich wurde körperlich und psychisch krank und stand innerlich im Alter von 17 Jahren vor der Entscheidung, ob ich leben oder sterben will.
Ich entschied mich für das Leben und ab dort begann mein Weg der Heilung meiner Seele über viele kleine Schritte.
Auf der einen Seite absolvierte ich eine Lehre zur Staudengärtnerin, studierte Landschaftsarchitektur und arbeitete als Gartenplanerin. Auf der anderen Seite war da mein Weg der Heilung meiner Seele, die Suche nach mehr und die beständige Frage: wer bin ich wirklich und was soll ich hier?
Ich probierte selbst viele verschiedene Arten von Therapien aus, die alle ihre Berechtigung zum jeweiligen Zeitpunkt hatten und immer ein Stück mehr Heilung brachten. Wie eine Zwiebel, die sich schält. Ich entdeckte meine Hochsensibilität und hatte endlich einen Namen für das Gefühl des anders seins. Fing an zu meditieren und die Natur wurde immer wichtiger. Immer wieder wurde ich durch schicksalhafte Erlebnisse zu eigenen Themen geführt, die ich nun lösen durfte. Ich entdeckte meinen Sehnsuchtsort, die Bretagne.
Ich absolvierte eine Ausbildung in Phytotherapie an der Heilpflanzenschule Freiburg und entdeckte meine besondere Beziehung zum Wesen der Pflanzen. Meinen ganz eigenen Zugang zur Pflanzenwelt, eine Gabe. Es fühlte sich gut an, doch noch immer war da die Frage: 'Was soll ich hier?' und sie wurde zunehmend drängender.
Schlussendlich wurde ich zur Transpersonalen Coachingausbildung geführt, die ich bei der Transpersonalen Akademie Ralph Wilms absolvierte. In einer der ersten Meditationen, die wir dort machten, spürte ich das große Licht meiner Seele und wusste plötzlich einfach warum ich hier bin. Es war so einfach. Ich entdeckte meine medialen Fähigkeiten.
Das Handauflegen kam als eine meiner Gaben von alleine zu mir. Ich begann es ganz intuitiv und war verblüfft von der positiven Wirkung, der Einfachheit und großen Kraft. Das Fließen der göttlichen Energie, die Liebe berührt mich jedes Mal sehr und macht mich demütig. Hier durfte ich meine Erfahrung bei Anne Höfler und im Jahrestraining der Open Hands Schule bei Birgit Wilm und im Übungskreis Handauflegen vertiefen.
Im Laufe dieser ganzen Jahre durfte ich mit meinem Mann 5 Seelen empfangen. Nur zwei davon blieben. 2 waren nur kurz bei uns, Fehlgeburten in der 10. und 5. Woche. Ein kurzes Hineinschnuppern ins menschliche Leben. Unsere Tochter gebar ich still in der 20. Woche. Dies war eine sehr schmerzhafte Zeit, in der ich aber auch wahnsinnig viel lernte und erfuhr. Ich spürte unsere Tochter noch lange Zeit bei mir und erfuhr, dass die totale Grenze zwischen Leben und Tod nur in unserem Verstand existiert. Es geht auf anderer Ebene einfach weiter und mit dieser Ebene kann man kommunizieren. Schließlich wurde ich im Alter von 44 Jahren natürlich mit unserem 2. Sohn schwanger. Schon 3 Monate vor der Empfängnis war ich im Kontakt mit seiner Seele. Sie fühlte sich so freudig an! So da! Ich konnte ihn als Präsenz fühlen. Kurz bevor ich schwanger wurde, träumte ich von ihm, eine Seelenbegegnung. Er wurde als Baby zu mir gebracht und reichte mir seine Hand, fragte, ob ich möchte, dass er zu uns kommt. Ich spürte die riesige Liebe zwischen uns und ergriff sofort seine Hand. Ja!!! 2 Tage später wurde ich schwanger...
Ich sehe mittlerweile meine Aufgabe darin, Menschen als Grenzhüterin auf verschiedene Art und Weise über die Grenzen in ihrem Leben zu begleiten.
Sabrina Proisy
Lebenswegbegleitung
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